Gastbeitrag von Travelgrapher          Caye Caulker – viel Hype um Nichts!

Gastbeitrag von Travelgrapher Caye Caulker – viel Hype um Nichts!

Belize und ganz besonders die Insel Caye Caulker stand von Anfang an ganz fest auf unserer Liste der Reiseländer. Wie das aber so oft ist, kam erstens alles anders und zweitens als wir dachten. Als die Weiterreise nach Belize für uns zur Option stand, wurde uns aus mehreren Richtungen davon „abgeraten“, weil dort gerade Hauptferien und die Preise noch höher als sowieso schon und die bezahlbaren Unterkünfte rar waren. Martina und Max von Travelgrapher waren aber dort und haben sich umgesehen. Was sie dort erlebt haben und welches Fazit sie nach ihrer Reise dorthin ziehen, erzählen sie uns in diesem Gastbeitrag. 

 

Caye Caulker – viel Hype um Nichts!

Belize! Was ist eigentlich Belize? Zugegeben wir kannten dieses kleine Land zwischen Mexiko und Guatemala auch nicht – erst als wir begonnen hatten uns über mögliche Ziele während unserer Weltreise zu informieren bekam das kleine Land das in etwa so groß ist wie Hessen ein Gesicht.

Ein Land das in vielen Reiseblogs und Youtube Channels als absoluter Backpacker Gral gehandelt wird. Ein Land das mit einem wunderbaren Riff und netten Menschen begeistern kann, ein Land das sehr offen mit Marihuana umgeht. Ein Land das einfach begeistert. 

So glaubten wir den Reiseberichten und den Vlogs…

Als wir nach unserer Zeit in Mexiko weiterreisen wollten war für uns klar – es wird Belize, einige Tage in San Pedro, eine Woche in Caye Caulker und noch 10 Tage auf dem Festland um die tolle Natur und die netten Menschen zu erkunden. In diesem Beitrag wollen wir euch von unserem Erlebnis auf Caye Caulker erzählen – eine Insel die momentan einen Hype erlebt den wir nicht verstehen können oder vielleicht auch nicht verstehen wollen?

Eine schrecklich desillusionierende Woche auf Caye Caulker

Alleine die Anreise nach Caye Caulker ist für Backpacking-Anfänger Pauschalurlauber wahrscheinlich ein echtes Abendteuer. Entweder man reist über Mexiko an und nimmt dann die Fähre von Chetumal über San Pedro nach Caye Caulker oder man versucht irgendwie in die schrecklich hässliche und gefährliche Stadt Belize City zu kommen. (hier wird man sogar von Einheimischen gewarnt, dass man bestimmte Teile nicht betreten soll).

Auf der Insel angekommen waren wir erst sehr angetan, sie wirkte süß und irgendwie verspielt. Irgendwie hatten wir das Gefühl es sollte ein zweites Holbox werden – ein paar Schaukeln baumelten im Wind, ein paar Menschen saßen in der Bar und tranken ihr kaltes Bier. Ein doch recht idyllisches und relaxtes Bild.

Angekommen in unserem Hotel waren wir von unserem Zimmer gar nicht begeistert 81 $ USD die Nacht und relativ feuchte Wände, aber der Morgen danach öffnete uns die Augen, dass wir aus dem Zimmer herausmüssen. Martina wurde sanft von Wassertropfen in ihrem Gesicht geweckt und ich merkte wie die komplette Wandfarbe über Nacht sich von einem Weiß in ein leicht Grün verwandelt hatte. Schimmel überall! Nachdem wir einen Aufstand sondergleichen gemacht haben bekamen wir dann endlich auch ein neues Zimmer, welches im Direktvergleich mit den anderen Ländern aber immer noch sehr schlecht Abschnitt, aber es war wenigstens kein Schimmel mehr in dem Zimmer.

Wir erkunden was es zu erkunden gibt!

In den kommenden Tagen erkundeten wir die wunderschöne Insel ohne wirklichen Strand und mit sehr viel Braunalgen. Die meisten anderen Touristen die auf der Insel waren trafen sich am „The Split“ wo der Strand aus einer Betonmauer bestand und ein paar seltsamen Stühlen im Wasser die aber ganz mit Braunalgen bedeckt waren.

Kein Platz für uns an den wir uns wohl fühlten. Wir versuchen in den nächsten Tagen einen schönen Strand auf Caye Caulker zu finden – aber irgendwie fanden wir Keinen. Langsam aber sicher fanden wir uns damit ab das wir auf einer überteuerten Insel in der Karibik gelandet sind die außer Bar und Hummer und etwas Marihuana nicht viel für Touristen zu bieten hatte.

Auf unserem zweiten intensiven Rundgang auf der Insel fanden wir das echte Schmuckstück das hinter all den Hostels und Unterkünften gut versteckt war. Das einzige was diesen Schandfleck identifizierte war der donnernde Lärm der Generatoren.

Hinter all den bunten Häusern fanden wir ein Kraftwerk für die Insel welches mit Öl Strom produziert, an sich ist das ja nicht schlimm, da ja der Strom für die Klimaanlagen für die Touristen und Einheimischen ja irgendwie produziert werden muss – aber das Kraftwerk verlor eine riesige Menge an Öl und Schmierstoffe die ungehindert in den Boden gelangen konnte.

Ein weiteres Problem der gesamten Insel war wohl das Braunalgen Problem das man leider auch an vielen Stellen entlang der Playa Maya in Mexiko finden konnte. Diese Braunalgen verrotten am Strand und stinken ungeheuerlich nach Schwefel. Man kann also nur den „Strand“ mit Duftbaum unter der Nase genießen.

Wir fragen uns jetzt natürlich was die Insel so bekannt werden hat lassen? Sind es Tourismusverbände die gezielt Gelder für die Förderung solcher Regionen ausgeben oder ist es vielmehr das Gefühl auf einer einsamen Insel zu sitzen und Nichts zu haben außer Marihuana und Alkohol?

Wir würden keinen Urlauber, Reisenden und Backpacker diese Insel empfehlen, weil es weitaus schönere und günstigere Orte in der Karibik gibt als Caye Caulker!

Über Travelgrapher

Martina und Max reisen seit dem 10.10.2018 durch die Welt. Bisher haben die beide große Teile der Karibik-Region sowie von Zentralamerika bereist.

Als Digital Nomaden besteht ihr Alltag aus Reisen und Arbeiten. Neben den Arbeiten haben die Beiden den Weltreiseblog Travelgrapher.de, einen Instagram und Youtube Channel wo sie in regelmäßigen Abständen von ihren Reisen berichten.

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